Clara Walter, 6c, am Trampolin
"Expertenvortrag"
(Deutsch - Herr Bähr)
Aktualisiert am: 19.04.07
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Trampolinspringen

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Am 01.03.07 hielt Clara Walter aus der Klasse 6c ihr Referat über das Trampolinspringen, insbesondere über die Disziplin, die Geschichte, Mitglieder des Nationalteams und verschiedene Salti, anschließend turnte sie noch die Übung L8, die man teilweise auf dem obigen Clip bewundern kann.

 

Disziplinen

 

Es gibt drei international ausgetragene Disziplinen.

1. Trampolin (Großgerät)

  • Übungsablauf

Übungen auf dem Trampolin werden komplett darauf ausgeführt und bestehen aus 10 Einzelsprüngen.  

  • Wettkämpfe

Es gibt verschiedene Wettkampfarten: Einzel-, Synchron- und  Mannschaftswettkämpfe.  

  • Wettkampfablauf

Zu Wettkämpfen gehört eine Qualifikation, manchmal auch Vorrunde genannt, mit einer Pflichtübung mit 10 vorgegebenen Sprüngen und einer Kürübung mit 10 Sprüngen nach Wahl. Darin qualifizieren sich die besten Teilnehmer für das Finale, das aus einer weiteren Kürübung besteht. Eine Pflichtübung kann die 10 Einzelsprünge komplett vorgeben, oder für eine Anzahl von Einzelsprüngen Mindestanforderungen beschreiben, wie es für die gewisse  Altersstufe üblich ist. Diese Ausführung wird vom Kampfgericht im   Vergleich zur separat bewerteten Schwierigkeit hoch    gewichtet.  

  • Synchronwettkämpfe:

Bei Synchronwettkämpfen werden alle Übungen von einem Turnerpaar auf nebeneinander aufgestellten Geräten ausgeführt. Es werden das Maß der Synchronität und die Schwierigkeit bewertet.

2. Doppel-Mini-Trampolin

Eine Übung besteht aus zwei Übungsteilen. Nach einem Anlauf wird zunächst auf der vorderen geneigten Aufsprungfläche gelandet. Der Aufsprung (Spotter) wird davon abgesprungen und landet auf der geraden Absprungfläche. Der nächste Sprung geht in die Landefläche, die aus Matten besteht. Es gelten insgesamt ähnliche Merkmale, wie beim Trampolinspringen auf dem Großgerät. Durch den Anlauf und die Vorwärtsbewegung auf dem Doppel-Mini-Trampolin besitzt diese Disziplin einen anderen Charakter. Insbesondere gelten für die Bewertung, bei der Berechnung der Sprungschwierigkeit andere Bestimmungen. 

3. Tumbling

Beim Tumbling werden pro Übung über die gut federnde Bahn in schneller Folge ohne Pausen 8 Einzelsprünge ausgeführt, die mit Ausnahme des letzten Sprungs in eine Richtung gehen müssen. Der letzte Sprung muss mindestens einen Salto beinhalten. Seitwärtssaltos sind hier möglich. Um eine größere Höhe und mehr Saltos erreichen zu können, werden in die Übungen sogenannte Temposaltos eingebaut, die für eine größere Beschleunigung im folgenden Sprung sorgen.

Geschichte des Trampolinturnens                  

1928 wurde von dem amerikanischen Sportlehrer Georg Nissen ein Gerät entwickelt, das seinen Ursprung im Zirkus hatte. Akrobaten nutzten es für ihre Saltosprünge.

1937 „Absprunggerät“. Nissen entwickelte dieses Gerät weiter, vergrößerte es. Es entstand das Nissen-Trampolin.

1945 wurde dieses Gerät dann auch von den Kunstturnern zu Trainingszwecken genutzt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde zunächst in der Schweiz das Trampolin eingeführt.

1957 setzte sich Nissen für die Verbreitung des Trampolinspringens in Europa ein und erstellte das erste Lehrbuch mit Richtlinien und Regeln. Inzwischen sind sie mehrfach überarbeitet worden.

1959 erklärte der Internationale Turnerbund die Sportart als „eigenständig“!

1960 wurde von Heinz Braecklein (Deutschland) das Trampolinturnen nach sportwissenschaftlichen und pädagogischen Gesichtspunkten untersucht und weiterentwickelt. Das erste deutschsprachige Standardwerk entstand. Diese Forschungsarbeit setzte entscheidende Impulse in Deutschland, das Trampolinturnen wurde verbreitet. Die Fa. Hack stellt bis heute in Deutschland eigene Geräte her.

1960 setzte sich Braecklein in Deutschland für die Verbreitung des Trampolinturnens ein.

1964 gab es die ersten Weltmeisterschaften.

1964 wurde in Frankfurt der Internationale Trampolin Verband (FIT) gegründet. Seitdem werden alle zwei Jahre die Weltmeisterschaften durchgeführt. Die Kontinentalmeisterschaften finden in den ungeraden Jahren statt. Bis heute wird um die Anerkennung für die Olympischen Spiele gerungen. Auch das Synchronturnen wurde von Nissen gefördert.

1975 wurde das Doppelminitramp eingeführt.

1980 gab es die ersten DM  DMT.

1986 gab es ca. 500 Vereine und 5000 Aktive im Wettkampfsport. Dazu kamen ca. 5000 Vereine mit 50.000 Turnern im allgemeinen Sportbetrieb.

2000 Trampolinturnen wird olympische Programmsportart.

 

Salti

Position

Kürzel Merkmale Schwierig-keit für Salto

gehockt

c die Beine sind angewinkelt, die Knie möglichst nahe an der Brust, die Hände fassen die Beine an den Unterschenkeln.
Hinweis für Mehrfachsalti:
Variante kann für sie auf das Anziehen der Beine zur Brust verzichtet werden, so dass sich die gewinkelten Beine unterhalb des Körpers statt davor befinden. Dies hat den Namen Puck-Position (engl. pucked) und wird für die Bewertung gleich wie die gehockte Position behandelt.
0,5 Punkte

gebückt

b Die Beine sind geschlossen und nach vorne gestreckt, der Körper zu den Beinen gebeugt, die Hände fassen die Beine möglichst nahe bei den Füßen. 0,6 Punkte

gestreckt

a Der Körper ist von den Füßen über die Hüften bis zum Kopf komplett gestreckt, die Beine sind geschlossen. Die Arme liegen gerade am Rumpf des Körpers an. 0,6 Punkte

Übung L8:

  • Halbe Schraube in den Bauch

  • Stand

  • Hocke

  • Salto in den Sitz

  • Halber Stand

  • Bücke

  • Salto b

  • Grätsche

  • Salto c

  • Barani

 


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