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Biochemie des Sehens |
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| ABI-Skizze: Feinbau eines Stäbchens (nach dem ElMi) | ||
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Beachte: die Stäbchen sind durch den inversen Bau der Netzhaut lichtabgewandt! Die lichtempfindlichen Außensegmente sind der Aderhaut zugewandt. Das Licht muss vorher die drei Netzhautschichten passieren. |
| Biochemische Abläufe im Stäbchen nach Belichtung: | ||
| 1) Lichtabsorption |
Licht erreicht die
Rhodopsin-Moleküle, die in der Disk-Membran liegenàdurch
Absorption der Lichtenergie wird das lichtempfindliche Rhodopsin zu einer chem.Reaktion angeregt. ("gebleicht", da es vorher rot
gefärbt war und nachher farblos ist)
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| 2) Fotochemische Reaktion setzt eine Erregungskaskade in Gang |
Rhodopsin besteht aus dem Membranprotein Opsin und dem farbgebenden 11-cis-Retinal. Das cis-Retinal wandelt sich bei Belichtung in das stabilere trans-Retinal um. Das trans-Retinal löst sich vom Opsin abà Die Belichtung bewirkt also, dass Rhodopsin in Opsin und trans-Retinal zerfällt. |
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| 3) Signalverstärkung durch "second messenger" à Rezeptorpotenzial |
Das freie Opsin
setzt nun mit Hilfe eines zweiten Botenstoffs* (=second
messenger) eine Reaktionskette in Gang, an dessen Ende es zu einer Veränderung** der Membran-
Durchlässigkeit für Na+-Ionen kommt. Ergebnis ist das Rezeptorpotential. *siehe Schema Übungsaufgabe 2a ** Bei Wirbeltieren wird die Na+-Durchlässigkeit geringer à Hyperpolarisation von -20 mV nach -60 mV |
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| 4) synaptische Vorgänge
Amplituden- |
Dunkelheit: Die Stäbchenzelle ist depolarisiert, die Na+-Kanäle sind geöffnet. An der Synapse werden ständig hemmende Transmitter ausgeschüttet, die nachfolgenden Zellen sind gehemmt. Licht: Es entsteht das Rezeptorpotential. Die Lichtsinneszelle wird hyperpolarisiert, die Transmitterausschüttung wird gedrosselt, die Hemmung der Bipolaren fällt weg. --> Je größer die Amplitude des Rezeptor-Potenzials, desto stärker die Erregung des Sehnervs --> desto höher die AP-Freqenz des Sehnervs |
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| 5) Regeneration des Rhodopsins |
Unter
ATP-Aufwand (Mitochondrien!) wird das trans-Retinal
wieder in 11-cis-Retinal umgewandelt und mit Opsin zu lichtempfindlichem
Rhodopsin regeneriert. Hierbei
ist Vitamin A (eine chemische Vorstufe des trans-Retinals) notwendig.
Es muss in der Nahrung enthalten sein, um genügend Rhodopsin herstellen zu können. |
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| Formel von Retinal: (nicht verlangt) |
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| Übungsaufgaben: |
1) |
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2a) Beschreiben Sie mit Hilfe des folgenden Schemas die Sehkaskade im Sinne des second-messenger-Prinzips. |
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| c) Ergänzen Sie in folgender Graphik die Wirkung einer Belichtung auf das Membranpotenzial eines Stäbchens. |
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d) Begründen Sie die Notwendigkeit einer ständigen Regeneration des Rhodopsins. e) Welche Rolle spielt dabei das Vitamin A? |
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3) Analysieren Sie diesen Text aus Bild der Wissenschaft 2/2001
und versuchen Sie folgende Sachverhalte schematisch vereinfacht
darzustellen: |
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4) Die Geschmacksempfindung im Sinnesorgan Zunge ist in den Geschmacks-Papillen lokalisiert. Dort befinden sich
Ansammlungen von Sinneszellen, die auf bestimmte chemische Reize reagieren. Die
Erregung wird synaptisch auf
sensible Neuronen übertragen. Diese leiten die Erregung zum Gehirn und lösen dort z.B. die Empfindung "süß" bzw. "sauer" aus. |
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a) Begründen Sie die Membranfaltungen an der Oberseite der Sinneszellen. b) Vergleichen Sie die Unterschiede in der Erregungsbildung der beiden Sinneszellen. c) Überlegen Sie sich eine denkbare Möglichkeit, wie die Zunge "taub", d.h. geschmacksblind werden könnte. d) Überlegen Sie sich eine möglichen Grund, warum künstliche Süßstoffe trotz fehlender chemischer Ähnlichkeit mit Zucker dennoch eine Erregung auslösen können. |
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| Lösungsvorschlag: |