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Proteine / Enzyme |
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| Bedeutung der Proteine: |
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Die Bausteine der Proteinmoleküle: Aminosäuren |
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Es gibt 20 verschiedene Aminosäuren in biologischen Proteinen, d. h. 20 chemisch verschiedene R(este). 7 davon sind essentiell, d. h. sie können nicht vom Menschen hergestellt werden,à
sie müssen in der Nahrung enthalten sein. |
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| Die Peptidbindung: | |
| Unter Abspaltung von Wasser können sich 2 Aminosäuren verbinden. Dabei reagiert die Carboxylgruppe der einen Aminosäure mit der Aminogruppe der anderen Aminosäure zu einem Dipeptid. Der Bindungstyp heißt Peptidbindung. Durch Reaktion mit weiteren Aminosäuren entstehen immer längere Ketten (Tripeptide, .....Polypeptide....ab 100: Proteine) | |
(für Chemiker: Freie Elektronenpaare am O-und N-Atom sind weggelassen worden) |
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| Beachte: Das Dipeptid Gly-Ala und das Dipeptid Ala-Gly sind nicht identisch! Da jede Peptidkette einen Amino-"Anfang" und ein Carboxyl-"Ende" hat, gibt es bei einem Tripeptid bereits 23=8 Möglichkeiten. (Benutzte Zahl der versch. Aminosäuren "hoch" Kettenlänge) |
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| Aufbau der Proteinmoleküle | |||||||||||
| Proteinmoleküle sind Riesenmoleküle aus unverzweigten Aminosäureketten. Sie falten sich zu übergeordneten Raumstrukturen (= Konformation ). | |||||||||||
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| Beispiel: Insulin (Hormon der Bauchspeicheldrüse) |
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| d) Quartärstruktur: | Mehrere Polypeptidketten in Tertiärstruktur können sich zusammenschließen, um eine besondere biologische Funktion zu erfüllen, z.B. Hämoglobin: vier Polypeptidketten bilden zusammen ein Transportmolekül für Sauerstoff (roter Blutfarbstoff in den Erythrozyten) | ![]() |
| Nachtrag
1: Problem: Proteine werden an den Ribosomen hergestellt. Ihr Wirkungsort ist aber an den verschiedensten Stellen innerhalb bzw. außerhalb der Zellen. Woher "weiß" das Proteinmolekül, wohin es soll? Wie erkennt das Protein seinen Zielort z.B. "sein" Zellorganell? Wie gelangt es in das von Membran(en) umgebene Zellorganell hinein? > Signal-Hypothese |
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| Der Nobelpreisträger (1999) Günter Blobel hat entdeckt, dass neu
synthetisierte Proteinmoleküle zusätzlich mit einer "Adresse"
versehen werden, damit sie in der Zelle den Ort finden, wo sie ihre
biologische Wirkung entfalten sollen. Proteine besitzen also so etwas wie
"Postleitzahlen" um sie auf den richtigen Weg zu bringen. Dies
geschieht dadurch, dass am Molekülende eine spezielle Signalsequenz
von 10 bis 30 Aminosäuren angehängt wird. Dieses Signalpeptid ist
dafür zuständig, dass das Protein gezielt durch die Membranen von
Zellorganellen oder an eine bestimmte Stelle in der Zelle transportiert
wird. Die kurze Peptidkette wirkt als "Schlüssel", die ihr "Schloss" in Form von spezifischen Rezeptoren auf der Membran des "Adressaten" findet. Nachdem das Protein so auf der Membran "seines" Zellorganells angedockt hat, wird eine Reaktionskette in Gang gesetzt, in deren Verlauf das Protein durch die Membran geschleust wird. Man nimmt an, dass dieses Prinzip universal ist, d.h. dass es für alle Zellen gilt. Fehler bei der "Zustellung" könnten die Ursache von Krankheiten wie z.B. Mukoviszidose sein. |
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Nachtrag 2: Chaperone helfen bei der Faltung der Proteine Eiweiße (Proteine) sind langkettige Moleküle, die durch Verknüpfung von Aminosäuren entstehen. Diese Molekülketten ordnen sich in zunehmend komplizierter werdenden Formen an. Auf die Primärstruktur (=Kettenform) folgt durch innermolekulare Kräfte die Sekundärstruktur: Dabei ergeben sich die Helix- (=Schraube) oder die Faltblatt-Struktur. Durch funktionelle Gruppen (z.B. besonders durch die -SH Gruppe einiger AA) lagern sich wiederum Teile dieser Ketten zusammen. Es entsteht ein „Knäuel“, die Tertiärstruktur. Während man noch vor einigen Jahren von einer zufälligen Anordnung sprach, zeigte sich insbesondere durch die genaue Übereinstimmung der Faltung bei Enzymen, dass hier für den Zufall kein Platz bleibt. Für einige Beispiele kennt man inzwischen sogar „helfende Moleküle“, die die Proteingestalt zielsicher gestalten: Man spricht von Chaperonen (frz. chaperon, le - die Anstandsdame). Besonders interessant erweist sich deren Tätigkeit bei der Faltung „gesunder“ in infektiöse Proteine, wie es bei der Umwandlung von „gesunden“ Prion-Proteinen in infektiöse Prionen geschieht. Dabei können Chaperone nur tätig werden, wenn bereits infektiöse Prionen vorliegen. |
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| Übungsaufgaben: | |
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Tabelle: Einige Aminosäuren mit den zugehörigen Seitenresten R und deren Polarität |
Abb.1: Ein Polypeptid mit 12 Aminosäuren in Primärstruktur |
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![]() Kreise bzw. Quadrate symbolisieren polare bzw. unpolare Reste R |
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Abb.2: Das Polypeptid aus Abb.1 in wässriger Lösung in Raumstruktur |
Fragen: 1) Entscheiden Sie, ob die Kreise oder die Quadrate die polaren Seitenreste symbolisieren. 2) Geben Sie mit Hilfe der Tabelle eine mögliche Aminosäure-Sequenz für das Polypeptid an, die die Raumstruktur in Abb.2 erklärt. Begründen Sie ihre Wahl. 3) Durch Mutationen im Erbgut können falsche Aminosäuren in die Polypeptidkette eingebaut werden. Welche Mutation hätte für die Raumstruktur -und damit für die biologische Funktion des Proteins - den größeren Effekt: a) An Position 10 wird Leucin durch Valin ersetzt oder: b) An Position 10 wird Leucin durch Serin ersetzt. Begründen Sie. |
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4) Begründen Sie mit der Darstellung in Abb.3, warum Proteine mit überwiegend beta-Faltblatt-Struktur (Horn, Fingernägel) filzartig und schlecht wasserlöslich sind. |
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| Abb.3: Ausschnitt aus einem Protein mit beta-Faltblattstruktur: | |
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| Lösungsvorschlag: | |
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