Reizaufnahme durch Rezeptorzelle = "Rezeptor" = Sinneszelle |
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| Def. Rezeptor: Rezeptorzellen sind sensible Neuronen oder Sinneszellen, die einen Reiz aufnehmen und in eine Nervenerregung umsetzen. Beispiele: Photorezeptoren (Stäbchen und Zapfen); Chemorezeptoren (Riech-,Schmecksinneszellen); Mechanorezeptoren (Hör- Tastsinneszellen); Thermorezeptoren u.a. (Beachte: Der Begriff Rezeptor ist nicht einheitlich definiert: Man nennt auch ganze Sinnesorgane "Rezeptor" oder bezeichnet Rezeptorproteine in der Biomembran als "Rezeptor"!) Def. Reiz: Zustandsänderung (oder Energieänderung) in der Umgebung einer Zelle. Beispiele: Elektromagnet.Strahlung = Licht; Schallwellen, .. Def. Adäquater Reiz: Reizqualität, für die eine Sinneszelle die niedrigste Reizschwelle besitzt. Beispiel: Licht ist für Lichtrezeptoren der adäquate Reiz - Druck ("Schlag auf's Auge") ist ein inadäquater Reiz, der bei starker Intensität ebenfalls Erregung ("Sternchen") auslöst. Def. Rezeptorpotenzial: Membranpotenzial-Änderung in der Sinneszelle als Folge eines Reizes. Def. Sinnesorgan: Summe aller Sinneszellen und Hilfsstrukturen (z.B. Linse, Iris...) |
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Eigenschaften von Rezeptoren:
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| Allgemeines Schema: |
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| Graphik: Codierung eines Druckreizes |
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| Merke: | Sinneszellen übersetzen Reize in Nervenimpulse. Nur die Frequenz der Nervenimpulse enthält die Information über die Stärke des Reizes. Alle Reize -egal ob es sich um Licht- Geschmacks- oder Schallreize handelt, werden in Form dieser AP-Frequenzen verschlüsselt zum Gehirn geleitet. Welche Wahrnehmung diese Erregungen im Gehirn auslösen, hängt nur vom "Kanal" d.h. von der Nervenbahn und ihrer Einmündung in einen bestimmten Gehirnteil ab: Kanalspezifität |
Spezielle Eigenschaften der Sinneszellen: |
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| a) Die Codierung der Reiz-Stärke (Reizintensität) Die meisten Rezeptoren übersetzen die Reizintensität logarithmisch in die Amplitude des Rezeptorpotenzials, d.h. bei 100facher Reizstärke wird die Amplitude nur verdoppelt! Da die Übersetzung der Amplitude des Rezeptorpotenzials in eine bestimmte Impulsfrequenz linear erfolgt, gilt: Die Impulsfrequenz ist ungefähr proportional zum Logarithmus der Reizintensität. (siehe Abi-Aufgabe) Biologischer Sinn: Es kann eine riesige Bandbreite an unterschiedlich starken Reizen codiert werden. (z.B. verhalten sich die Lichtstärken von Dämmerung bis zu grellem Licht wie 1: 1.000.000) b) Die Codierung der Reiz-Dauer: Hier kann man 3 Typen unterscheiden: - Tonische Sinneszelle: Sie ändern ihre Impulsfrequenz bei Dauerreizung (und bei gleicher Reizstärke) nicht. Die Reizstärke wird exakt codiert. Biol. Sinn: Die Wahrnehmung lässt nicht durch Gewöhnung mit der Zeit nach, sondern bleibt gleich empfindlich. Beispiel: Hörsinneszellen - Phasische Sinneszelle: Bei
Dauerreizung fällt die Impulsfrequenz
schließlich durch
"Gewöhnung"=Adaptation auf Null ab. - Phasisch-tonische Sinneszelle: Am
Anfang ist die Impulsfrequenz hoch und
fällt dann auf einen niedrigeren
konstanten Wert ab (Kombination aus a)
und b) |
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Reizintensität |
Messung der AP-Frequenz |
Darstellung als "Kennlinie" eines Rezeptors | |
Tonische Sinneszelle
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| Phasische Sinneszelle | ![]() |
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| Phasisch- tonische Sinneszelle |
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| Übungsaufgaben: | |
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| c) In einem weiteren Versuch wurde die Impulsrate fortlaufend ermittelt. Nach 30 Sekunden wurde die Beleuchtungsstärke plötzlich erhöht. Die folgenden Werte wurden gemessen. Stellen Sie das Versuchsergebnis graphisch dar und erläutern Sie an Hand des Kurvenverlaufs die biologische Bedeutung der Arbeitsweise dieser Sinneszelle. |
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| Lösungsvorschlag: | |