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Verrechnungsvorgänge an zentralen Synapsen durch erregende und hemmende Transmitter |
| Zentrale Synapsen im
Zentralnervensystem ZNS (Rückenmark und Gehirn):
Zellkörper und Dendriten eines zentralen Neurons sind mit bis zu 10 000 anderen Nervenzellen synaptisch verknüpft. Hemmende und erregende Synapsen bewirken eine Verrechnung durch räumliche und zeitliche Summation. Nur wenn das Ergebnis der Verrechnung aller Synapsen eine überschwellige Depolarisierung am Axonhügel des Zellkörpers bewirkt, leitet das Axon rechts unten eine Erregung weiter. |
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| Def.
erregende Synapse: Die postsynaptische (subsynaptische) Membran wird durch den Transmitter depolarisiert (bei Aktivierung der Synapse). Es entsteht ein exzitatorisches postsynaptisches Potenzial = EPSP Def. hemmende Synapse: Ob ein Transmitter die postsynaptische Membran depolarisiert oder hyperpolarisiert hängt vom Rezeptortyp ab. Je nach Ionenkanal, mit dem der Rezeptor gekoppelt ist, öffnet der Transmitter - Natriumkanäleà Depolarisierung - Kalium- oder Chlorkanäleà Hyperpolarisierung |
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| Schema: | |||||||
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| Beachte: | |||||||||||||||
| In der postsynaptischen Membran einer zentralen Synapse sind die Ionenkanäle nicht spannungsgesteuert à
es
gibt keinen Schellenwert, also auch kein AP an der Membran
von Dendriten
und Zellkörpersondern nur postsynaptische Potenziale (=PSP)! - Die Amplitude des PSPs hängt von der Transmitterkonzentration ab - die wiederum von der AP-Frequenz der in das Endknöpfchen einlaufenden Erregung - und die von der Reizstärke als Ursache der Erregung. |
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| Die
Information über die Reizstärke wird also mehrfach umcodiert: - auf dem Axon: Impulsfrequenzcode - in der Synapse: Konzentrationscode (Transmittermenge)- an der postsyn.Membran: Amplitudencode (Je mehr Transmitter, desto stärker die De/Hyperpolarisierung) - ab dem Axonhügel: Impulsfrequenzcode |
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| Schema: Das Nervensystem arbeitet mit verschiedenen Codes: Umcodierung | |||||||||||||||
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| Vergleich: AP - PSP (siehe LK2000) | |||||||||||||||
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| Mögliche Verrechnungsmechanismen an Nervenzellen: |
| 1) Zeitliche Summation: |
| Wiederholte Erregung einer Synapse bewirkt, dass sich die Depolarisierung der postsynaptischen Membran = PSP soweit aufschaukelt, dass am Axonhügel des Neurons überschwellig depolarisiert wird und dort wieder ein AP ausgelöst wird. |
| 2) Räumliche Summation: |
| Durch
gleichzeitige Erregung benachbarter Synapsen kommt es zu einer
Addition bzw. Subtraktion der
Erregung, d. h. die nachfolgende Nervenzelle „verrechnet“ die Erregung
mehrerer Synapsen und entscheidet
über Weiterleitung oder nicht. a) Summation erregender Synapsen: Die depolarisierenden PSPs addieren sich à am Axonhügel wird die Depolarisierung schneller überschwellig à AP-Auslösung mit höherer Frequenz b) Summation erregender und hemmender Synapsen: Bei gleichzeitiger Aktivierung kommt es zu einer Überlagerung von De- und Hyperpolarisierungà "Subtraktion" der PSPsà keine AP-Auslösung oder mit geringerer Frequenz. |
| Schema: | |||
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| Die wichtigsten Neurotransmitter: | |||
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| Lösungsvorschlag: |