| zu 1a) Deutung von a: Neuron 1 ist erregt. Mit gleicher Impulsfrequenz ist das hemmende Neuron 2 erregt. Das EPSP (Depolarisierung), das Synapse 1 auf der postsynaptischen Membran auslöst, wird vom IPSP (Hyperpolarisierung), das Synapse 2 durch hemmenden Transmitter auslöst gerade aufgehoben (räumliche Summation ) > keine Erregung bei m4 messbar. Deutung von b: Die Neuronen 1 und 3 sind erregt > die EPSPs beider Synapsen summieren sich räumlich > am Axonhügel der postsynaptischen Nervenzelle kommt es zu einer verstärkten überschwelligen Depolarisierung > AP-Frequenz (keine Addition der Frequenz, da je nach Entfernung der Synapsen vom Axonhügel eine Abschwächung des PSP erfolgt. |
|
zu 1b) zu c: Neuron 1 ist erregt, das postsynaptische Neuron mit geringerer AP-Frequenz ebenfalls > entweder die Abschwächung ist auf eine schwache Erregung des Hemmneurons 2 zurückzuführen, oder Neuron 2 und 3 sind unerregt und die Abschwächung beruht nur auf dem Abstand der Synapse 1 vom Axonhügel des postsynaptischen Neurons. zu d: Wenn trotz erregtem Hemmneuron 2 das postsynaptische Neuron eine relativ hohe AP-Frequenz zeigt, dann sind wahrscheinlich beide erregenden Neuronen 1 und 3 mit größerer AP-Frequenz aktiv. |
|
|
zu 1c) Je weiter eine Synapse vom Axonhügel entfernt ist, desto größer ist die Abschwächung bei der Erregungsübertragung. Das PSP breitet sich unter Abschwächung auf der Membran der postsynaptischen Zelle aus. Entscheidend ist, wie groß das Membranpotential am Axonhügel ist. Erst dort befinden sich wieder spannungsgesteuerte Ionenkanäle, die sich nach dem AoN-Gesetz öffnen und ein AP auslösen, wenn die Depolarisierung einen Schwellenwert erreicht hat. Ab hier wird die Amplitude des Membranpotenzials wieder als Impulsfrequenz codiert: Je weiter der Schwellenwert überschritten wird, desto größer die AP-Frequenz. |
|