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Erregungsleitung auf dem Axon |
| Problem: Wie wird die Information eines Reizes (z.B. Licht, Schall) zum Gehirn geleitet oder der Befehl zur Kontraktion zu einem Muskel geleitet? Sind Nerven wie Telefondrähte? |
| a) marklose Fasern: Kontinuierliche Erregungsleitung |
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Wirbellose haben nur marklose Fasern, Wirbeltiere haben hauptsächlich schnelle markhaltige Fasern (z.B. motorische Fasern) und langsame marklose Fasern z.B. Axone der Schaltzellen in der Netzhaut). |
| ABI-Skizze: |
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| ca. 0,1ms später |
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| Deutung: |
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Das AP,
das an einer bestimmten Membranstelle abläuft (hier
durch einen künstlichen Reiz),
bewirkt durch die Umpolung
der Membran Ausgleichströmchen zu den nicht erregten Nachbar-Membranstellen |
| Obwohl die Ausgleichströmchen auch die
ursprünglich erregten Membranstellen erreichen, wird dort kein AP ausgelöst, weil noch Refraktärzeit
herrscht.
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| Beachte: Nicht der Reiz
(Licht...), auch nicht die APs wandern am Axon entlang, sondern die
Erregung. Der Reiz endet im Sinnesorgan, das
AP entsteht und endet an jeder Membranstelle! - Die Pfeilrichtung der Ausgleichströmchen müsste physikalisch exakt von plus nach minus zeigen. Da aber in Wirklichkeit Ionen in beide Richtungen je nach Ladung bewegt werden: Doppelpfeil. (Strom=bewegte Ladung)
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| b) markhaltige Nervenfaser mit Myelinhülle: Saltatorische Erregungsleitung |
| ABI-Skizze: |
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| Deutung: |
| Das AP, das nur am
nicht isolierten Schnürring ablaufen kann bewirkt, dass durch
Ausgleichströmchen die beiden
benachbarten Schnürringe überschwellig depolarisiert werden, so dass
dort erneut APs ausgelöst werden.
Dazwischen (unter der Myelinschicht) kann kein AP ausgelöst werden, da
dort der Na+-Einstrom
bzw. K+-Ausstrom verhindert ist. Folge: Beim markhaltigen Axon „springt“ die Erregung von Schnürring zu Schnürring (saltatorisch); |
| Fragen: 1) Wie wirkt sich eine teilweise Demyelinisierung (Abbau der Myelinhülle durch Gift oder Autoimmunreaktion) auf die Leitungsgeschwindigkeit aus? 2) Die Ausgleichströmchen haben eine großen elektrischen Widerstand (da ja Ionen bewegt werden müssen). Dies verkleinert die Reichweite, mit der ein entfernterer Schnürring noch überschwellig depolarisiert werden kann. Wie könnte man diesen Widerstand verringern? |
| Lösungsvorschlag: |