Das Aktionspotential

Die Erregung des Neurons
ABI-Skizze: Messanordnung zur (künstlichen) Erregung eines Axons

Man reizt das Axon künstlich, indem man eine Reizelektrode einsticht und Gleichspannung mit unterschiedlicher Polung anlegt. Mit der Messelektrode wird die Veränderung des RP registriert.
Ergebnis:
a)  die eingestochene Reizelektrode ist als Minuspol geschaltet das RP wird kurzfristig
noch negativer und geht sofort auf den alten Wert zurück.
b) die eingestochene Reizelektrode ist als Pluspol geschaltet   das RP wird erwartungs gemäß geringer - dann aber -  ab einem bestimmten Schwellenwert bricht das RP schlagartig zusammen und es kommt sogar zu einer kurzfristigen Umpolung auf  + 30 mV im Axon-Inneren. Nach ca. 1 – 2  ms (Millisekunden) ist das RP wieder erreicht.

Man nennt diese kurzfristige Membranumpolung: Aktionspotenzial (AP).

Graphische Darstellung der Ergebnisse:

Bei überschwelliger Absenkung des RPs (= überschwellige Depolarisierung) kommt es zu einem "Alles-oder-nichts"-Ereignis, d.h. bei Überschreitung eines Schwellenwertes erfolgt eine kurzzeitige Umpolung der gereizten Membranstelle. Reizt man noch stärker, dann wird nicht die  Amplitude größer, sondern die Zahl deausgelösten APs  pro Sekunde nimmt zu d. h. die Frequenz der APs nimmt zu ( = Frequenzcodierung der Reizintensität ).

Beachte: Absenkung des Membranpotenzials (= Depolarisierung) bedeutet in der Graphik steigende Kurven, da das RP "weniger negativ" wird.

Def.:   APs pro Sekunde = AP-Frequenz = Impulsfrequenz.
Reizintensität wird als Impulsfrequenz codiert

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