*Projekt NaT-Working:
http://www.nat-working-biologie.de
Zielsetzung des Projekts:
NaT-Working ist eine bundesweite Initiative der Robert-Bosch-Stiftung mit dem Ziel, die
Zusammenarbeit zwischen den Universitäten und der forschenden Industrie und den Schulen zu stärken. Es ist Ziel dieses Programms, bei Schülern die Neugier für Naturwissenschaften und Interesse an Technik zu wecken und das Fachwissen der Lehrer zu vertiefen. Die Robert-Bosch-Stiftung stellt auf Antrag Mittel bereit,
um Projekte zu unterstützen, die das vorgegebene Ziel anstreben.
Im Bereich des Oberschulamts Freiburg soll der Kontakt zwischen Schulen, Universität und forschenden Einrichtungen im naturwissenschaftlichen Bereich gefördert werden. Auf Grund vorhandener Beziehungen ist beschlossen worden, im Fach Biologie (hier speziell Mokekularbiologie) ein Konzept zu entwickeln, das die gestellte Aufgabe realisieren kann. Plattform für den universitären und schulischen Kontakt sollen gemeinsame molekularbiologischen Experimente sein, die an normalen
Gymnasien in der Regel nicht realisiert werden, da hierzu eine besondere Geräteausstattung notwendig wäre, die an den Schulen meist nicht vorhanden ist, bzw. deren seltene Nutzung unwirtschaftlich wäre.
Das Projekt lässt sich mit folgenden Kernpunkten beschreiben:
1. Grundlegende Versuche der Molekularbiologie:
Im Bereich des Oberschulamts Freiburg sind Gymnasien zu regionalen Zentren für molekularbiologische Schulversuche ausgestattet worden: Denzlingen für den Bereich Freiburg, Bad Säckingen für den Hochrhein, Konstanz für den Bereich Bodensee, Tuttlingen für den Bereich Schwarzwald-Baar und
Lahr für den Bereich Ortenau. Die Gymnasien dieser Orte wurden mit finanzieller Hilfe der Robert-Bosch-Stiftung mit den notwendigen Gerätschaften ausgestattet, um Versuche im
molekularbiologischen Bereich durchzuführen. Diese Versuche sind durch die Inhalte des neuen Lehrplans vorgegeben, erfordern aber eine besondere Ausstattung der Schulen. Jeweils zwei Lehrkräfte leiten ein regionales Schullabor und bieten als Dienstleistung den Gymnasien ihres Bereiches die Möglichkeit, mit interessierten Schülern der Klasse 12 mit ihren Lehrern Praktika in Molekularbiologie durchzuführen. Ca. 500 Schüler können pro Jahr im Bereich des OSA Freiburg an dem Programm teilnehmen.
2. Weiterführende Experimente an der Universität:
Interessierte Schüler, die einführende molekularbiologische Versuche an den regionalen Zentren durchgeführt haben, erhalten zusammen mit ihrem Lehrer die Möglichkeit, weiterführende molekularbiologische Experimente (z. B. Gentechnikversuche) unter Anleitung von Wissenschaftlern im
biochemischen Institut der Universität Freiburg durchzuführen. Dazu sind 2 Studientage vorgesehen, bei dem ein erster persönlicher Kontakt zu den Wissenschaftlern entsteht. Maximal 64 Schüler können
teilnehmen.
3. Vertiefung des Kontakts Uni-Schule:
Die Wissenschaftler der Universität besuchen die Schüler in den Schulen und berichten über ihr Fachgebiet und ihre Arbeitswelt.
4. Schülerkongress:
Interessierte Schüler, Lehrer und Wissenschaftler, die an dem Programm teilgenommen haben, sollen dann zu einem Schülerkongress (2 Tage) eingeladen werden und über ihre Erfahrungen bzw. neueste wissenschaftliche Erkenntnisse berichten. Schülergruppen (z. B. Seminarkursteilnehmer), die sich mit Themen der Molekularbiologie auseinandergesetzt haben (z. B. über ethische Fragen), haben ebenfalls die Möglichkeit sich zu bewerben. Andere gesellschaftliche Gruppen, die sich mit der modernen
Molekularbiologie befassen, sollen ebenfalls eingeladen werden.
5. Begleitende Maßnahmen:
Exkursionen zu Ausstellungen, Firmen und Instituten ergänzen das Programm.
6. Schülerbeteiligung:
Die Schüler führen die Versuche selbst in Gruppen durch. Sie sollen eine Dokumentation erstellen, über die sie auf dem Schülerkongress referieren. Besonders interessierte und befähigte Schüler können im folgenden Jahr als Schülermentoren zur Unterstützung der Fachlehrer eingesetzt werden.
7. Nachhaltigkeit:
Das Programm wird jährlich wiederholt.
8. Kommunikation:
Im Januar 2001 wurde an die Robert-Bosch-Stiftung ein Finanzierungsantrag für das Projekt gestellt. Am 19.03.2001 hat die Robert-Bosch-Stiftung ca. 140.000.-DM als Förderung für die Realisierung des Projektes zur Verfügung gestellt. Industrieunternehmen der Region haben weitere Mittel zur Verfügung gestellt. Der Verband deutscher Biologen hat uns seine Unterstützung zugesagt. Das Projekt NaT-Working OSA FR soll mit dem NUGI (Netzwerk
Universität, Gymnasien, Industrie)
Projekt der Universität Ulm verknüpft werden.
Beteiligte Personen / Steuergruppen:
- Vorsitzender: Herr Hansen, Herr Feigenbutz (Stellvertreter)
- Versuchsleiter an der Universität Freiburg (Institut für Biochemie und Molekularbiologie):
Dr. Brix, Dr. Meisinger
- Finanzchef: Herr Kaltenbach, Herr Hansen (Stellvertreter)
Versuchsleiter der regionalen Schullabors:
- Erasmus-Gymnasium Denzlingen: Herr Kempf, Herr Dr. Kühnel
- Scheffel-Gymnasium Lahr: Herr
Lingg, Frau Dr. Woitzik (Studienseminar)
- Humbold-Gymnasium Konstanz: Herr Feigenbutz, Herr Schindler
- Immanuel-Kant-Gymnasium Tuttlingen: Herr Münster, Herr Peinemann
- Scheffel-Gymnasium Bad Säckingen: Herr Hansen, Herr Kaltenbach
Beisitzer:
- Herr Harder (Oberschulamt Freiburg)
- Frau Sandner ( St. Ursula-Gymn. FR)
- Herr Dr. Poppe (Marie Curie-Gymnasium Kirchzarten)