Der Genetische Code
Vorüberlegung:
Duplett-Code oder Triplett-Code? D.h. sind jeweils 2 Basen (Duplett) oder 3 Basen (Triplett) für
die Codierung einer Aminosäure nötig?  --->  20 Aminosäuren müssen codiert werden!
Bei einem Duplett-Code: z.B. CG, AC, GA,....... 42 = 16 Codierungsmöglichkeiten ---> zu wenig!
 
Bei einem Triplett-Code:      43 = 64 Codierungsmöglichkeiten --->
ausreichend, aber mehr als notwendig  --->  Code ist degeneriert.  
Entschlüsselung des Codes:          
Einsatz von künstlichen monotonen m-RNA-Stücken (mit lauter gleichen Basen) oder alternierenden m-RNA-Stücken.

Eigenschaften des genetischen Codes
Der genetische Code ist:

1)
Triplett-Code: 3 Basen codieren eine Aminosäure. 
2)
degeneriert: es gibt mehr Codonen als notwendig; (64 Codonen für 20 Aminosäuren)  
3)
universell: ein best. Basentriplett codiert in allen Lebewesenarten die gleiche Aminosäure;
die DNA eines Menschen codiert z.B. im Stoffwechsel eines Bakteriums das gleiche Protein.  
4)
kommalos”: es wird strikt nach Triplettraster abgelesen, ohne dass ein “Leerzeichen” nach einem Triplett folgt   
5)  
nicht überlappend: es wird keine Base in zwei Tripletts benutzt.
Nachtrag:

Anwendung der Erkenntnisse aus Replikation, Transkription und Translation für Medizin und Züchtung:

1)     Antibiotika, die gezielt Bakterien in der Stoffwechselsteuerung stören z.B. Hemmung der Ribosomen

 2)    Virenbekämpfung  
---> „falsche“ Nukleotide, die bei der Replikation zwar angelagert werden, aber durch DNA-Polymerase nicht verknüpft werden können, verhindern die Virenvermehrung (z.B. Salbe gegen Lippenherpes)

3)     Pflanzenzüchtung: Einsatz von Antisense-DNA z. B. „Anti-Matsch-Tomate“   
---> man pflanzt ein Gen ein, dessen m-RNA komplementär ist zur m-RNA des „Matsch-Gens“ (sorgt dafür, dass ein Enzym produziert wird, das das Fruchtfleisch flüssig macht.)

--->  die m-RNA des „Matsch-Gens“ wird doppelsträngig,

--->  das „Matsch-Enzym“ kann nicht hergestellt werden, da die m-RNA nicht ins Ribosom passt.

--->  die Frucht  bleibt knackig.

Achtung! Ableserichtung 5'->3' wird oft nicht angegeben. Welche Leserichtung ist dann richtig?

Beispiel: Gegebene DNA-Sequenz wie in Frage 4:
Wenn nichts anderes angegeben ist: Gehen Sie davon aus, dass der codogene Strang gemeint ist und gehen Sie ebenfalls davon aus, dass die Leserichtung in 3'-5' angegeben ist!!
Begründung: Sonst ermitteln Sie den antiparallelen! mRNA-Strang nicht in Leserichtung 5'->3' und müssten dann die Tripletts von rechts nach links ablesen. (siehe rechtes Ergebnis)

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