Meselson-Stahl-Experiment 
 
Experimenteller Beweis für den semikonservativen Replikationsmechanismus            

Methode:  
Man vermehrt Bakterien für mehrere Generationen auf Nährboden, der statt „normalem“
Stickstoff, „schweren“ Stickstoff * enthält. (Stickstoff (N) wird in die organischen Basen  C, T, A, G  eingebaut).   Es entsteht eine „schwere“ DNA, da die Basen den „schweren“ Stickstoff enthalten.   *(Stickstoff-Isotop  15N )

Beweisführung: 
Lässt man Bakterienzellen mit „schwerer“ DNA sich einmal verdoppeln auf Nährböden mit
„normalem“ Stickstoff (= „leichte“ Nukleotide) und zentrifugiert die entstandene DNA anschließend im Dichtegradienten, dann findet man zu 100 % „halbschwere“ DNA.
Ergebnis nach 1 Zellteilung:

Deutung:

                                    nach 2. Teilung: (F2-Generation)

Ergebnis: 
F1: 100% halbschwere DNA      
F2
Halbschwere DNA zu leichter DNA:  1:1  
F3:
 Halbschwere DNA zu leichter DNA:  1:3
 Frage:
Wie sähe das Ergebnis bei konservativem Mechanismus aus ?  (bis F3 )  

Lösungsvorschlag:

                Erste „in vitro“- Replikation --->    Kornberg-Synthese 1959

Einschub:            Wie vervielfältigt man heute DNA bzw. DNA-Stückchen?
1) Klonierung der DNA :
Einbau des DNA-Stücks (gewonnen aus Blut, Sperma..) in Plasmide von Bakterien und anschließend Vermehrung der Bakterien inklusive Spender- DNA. 
2) PCR- Methode (seit 1993)
Schema: (vereinfacht): Polymerase-Ketten-Reaktion (Polymerase-Chain-Reaction)

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