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Molekulargenetik ® Die Chemische Grundlage der Vererbung |
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Fragestellungen: |
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| Wiederholung/Vorüberlegung: Wie kann man beweisen, dass die Erbinformation im Zellkern liegt? | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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- Zellen ohne Zellkern, wie z.B. rote Blutzellen können
sich nicht teilen und haben nur eine kurze Lebensdauer. - befruchtete Eizellen, denen der Kern entnommen wird, können sich nicht entwickeln und gehen zugrunde. - befruchtete Eizellen, deren Kern ausgetauscht wird, entwickeln den Phänotyp des Kernspenders (Klonierungsexperimente!) - Auch "alte" Kerne aus differenzierten Zellen können im Zellplasma einer Eizelle wieder embryonale Fähigkeiten erlangen. - Pantoffeltierchen (einzellige Tiere) tauschen bei der sexuellen Fortpflanzung nur ihre Kerne aus. - Schirmalgen (einzellige Pflanzen) können amputierte Zellteile nur regenerieren, wenn in der Restzelle der Kern verblieben ist. - siehe Übungsaufgabe! Zusammenfassend kann man aus genannten Versuchergebnissen folgendes ableiten:
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DNA als Erbsubstanz |
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Vor 1940 war die
chemische Struktur der "Kernsäuren"=Nukleinsäuren noch unbekannt. Man war überzeugt,
dass nur Proteine in der Lage sind, genetische Informationen zu speichern.
Grund: Proteine bestehen aus 20 verschiedenen
Aminosäure-Bausteinen (= „Buchstaben“), die man in langen unverzweigten Ketten
(="Zeilen") zu Riesenmolekülen (=„Wörtern“) mit Informationsgehalt verknüpfen kann. |
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Voraussetzung für Fortschritte in der Molekulargenetik war die Wahl geeigneter Versuchsobjekte: |
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| a) Bakterien
(siehe Prokaryoten)
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Gründe: | a)
Leichte Zucht (Petrischalen mit Nähragar), b) kurze Generationsdauer c) viele Nachkommen, bakterientypisch: d) B. sind haploid (1n ) ---> jede Mutation ist sofort im Phänotyp erkennbar, e) Bakterien haben nur 1 Chromosom mit relativ wenig Genen, f) Bakterien haben keine Kernhülle, d. h. die DNA liegt frei im Zellplasma. g) B. zeigen Parasexualität, z.B. Genaustausch über Plasmide |
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| b)
Viren s.u. |
Viren sind nur noch "verpackte DNA"---> ideal zur Erforschung der DNA-Eigenschaften | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Wdh: Prokaryo(n)t - Eukaryo(n)t |
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| Vergleich: Eukaryotenzelle - Prokaryotenzelle | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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ABI-Skizze: Bakterienzelle im Elektronenmikroskop: |
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Entdeckungsgeschichte für DNS (DNA) als Erbsubstanz : Desoxyribonukleinsäure |
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Vorüberlegung: |
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Beweise für DNA als Erbsubstanz |
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Experimente von Griffith: |
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Deutung: |
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Griffith nannte
diese Erbgutübertragung Transformation. |
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Schema: |
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Avery bewies 1944, dass nur DNA die Transformation bewirkt, d.h. dass DNA die Erbsubstanz ist! |
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Experiment von Avery |
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Avery
isolierte aus abgetöteten S-Pneumokokken alle Zellchemikalien, die als
Erbgut in Frage kamen, d. h. die die Transformation bewirkt haben könnten. |
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Wichtiger Kontrollversuch, der beweist, dass nur DNA, und
nicht ein unbekannter Stoff in der DNA-Fraktion die
Erbsubstanz ist: |
| Heutige
Definition von Transformation: Übertragung von "nackter" DNA in ein Bakterium. |
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| Übungsfrage: Bedeutung des Zellkerns
Acetabularia (=Schirmalge) ist eine einzellige Grünalge. Sie ist
mehrere Zentimeter lang und in drei Abschnitte gegliedert: Hut, Stiel und
"Wurzel".
Zur Erforschung der Bedeutung des Zellkerns für Fortpflanzung und
Regeneration machte der dt. Biologe J. HÄMMERLING Anfang der dreißiger Jahre
wichtige Experimente. Er untersuchte zunächst die Folgen von Amputationen
einzelner Zellabschnitte einer Acetabularia-Zelle. In weiteren Versuchen untersuchte Hämmerling, welchen Einfluss der Kern auf die Hutform hat. Versuchsabläufe und Ergebnisse sind in Abb. 4 und 5 dargestellt.
c) Beschreiben und deuten Sie die Ergebnisse. d) Abschließend machte er folgenden Versuch: Ein "alter erwachsener Hut" (ohne Zellkern) wurde auf die Wurzel einer jungen Pflanze (mit "jungem" Zellkern) der gleichen Art gesetzt. Diese junge Zelle, die gerade erst begann, einen Stiel zu bilden fing umgehend mit der Teilung des Kerns und der Bildung von Keimzellen an, was sonst nur "erwachsene" Zellen tun. Welchen Einfluss des Zellplasmas auf den Kern leiten Sie aus diesem Ergebnis ab? Lösungsvorschlag |
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