Lösungsvorschlag:
1a) Nur der kernhaltige Wurzelabschnitt ist in
der Lage zu überleben und kann den Rest der Zelle (Stiel und Hut) regenerieren.
Die kernlosen Zellteile gehen nach einiger Zeit zugrunde. Folgerung: Der
Zellkern ist für einen normalen Zellstoffwechsel und die Steuerung der
Regeneration unentbehrlich.
1b) Aus dem Stiel regeneriert sich ebenfalls die ganze Zelle. --> Nur der
Zellkern, nicht seine Lage im Zellplasma ist für die Regeneration nötig.
1c) Abb.4: Die Hüte von beiden Arten werden amputiert. Dann werden die
Zellkerne in den Wurzelabschnitten vertauscht. Ergebnis: Beide Zellen
regenerieren sich, aber die Wurzel von A. mediterranea mit dem Kern von A.
crenulata regeneriert die Hutform von A. crenulata - also die Hutform des
Kernspenders! (und umgekehrt).
Abb.5: Hier wird eine Art Kontrollversuch gemacht, der ausschließen soll, dass
der Stiel die Hutform programmiert: Auf die Wurzel von Acetabularia crenulata wird der Stiel von Acetabularia
mediterranea gesetzt. Es entwickelt
sich dabei eine Zelle, deren Hut das Aussehen von Acetabularia crenulata
besitzt. --> Bestätigung, dass nur der Zellkern die Hutform programmiert.
--> Im Zellkern liegt die genetische Information zur Regeneration und
zur Entwicklung der Hutform.
--> Aus dem Zellkern müssen Steuersignale in alle Teile der Zelle gelangen.
1d) Im Zellplasma des alten Huts müssen Signalstoffe enthalten sein, die für
erwachsene Zellen typisch sind. Diese können in den "jungen" Zellkern
diffundieren und dort die Gene "anschalten", die für die Fortpflanzung notwendig
sind.
--> Auch aus dem Zellplasma müssen Steuersignale in den Zellkern gelangen.