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Entstehung von Resistenz durch Antibiotika-Einsatz |
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Def.
Antibiotikum: |
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Befund: Zunehmend lassen sich Bakterieninfektionen nicht mehr mit Antibiotika bekämpfen. Man findet bis zu 6-fach- Resistenzen, d. h. resistente Bakterienstämme, die gegen alle gängigen Antibiotika resistent sind! Ursache: Der Einsatz von Antibiotika selektiert zufällig entstandene Resistenz-Gene. Durch das Medikament sterben zunächst alle empfindlichen Varianten, die robusteren vermehren sich weiter -falls das Präparat nicht in der richtigen Dosierung und Anwendungsdauer eingenommen wurde. Ergebnis: |
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Vorbeugung: |
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1)
keine Antibiotika-Einnahme bei leichten Infektionen, 2) Antibiotika nie zu früh absetzen, um nicht "fast"-resistente Bakterien durch zu kurze Behandlung überleben zu lassen. 3) Richtige Dosierung beachten siehe 2) 3) keine Human-Antibiotika in der Tierzucht (Rückstände in Fleisch, 4) Suche nach ständig neuen Antibiotika in der Forschung. |
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Mögliche gentechnische Medikamente gegen Viren: (außer der klassischen Impfung) |
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Molekulare Wirkung von Antibiotika: |
| Wichtig:
Die Wirkung muss sich gegen Prokaryoten richten, sonst wären die
Nebenwirkungen zu gefährlich. Bakterienzellen unterscheiden sich in
wichtigen Details (Ribosomen, Biomembran, Zellkern) von unseren
eukaryotischen Zellen und können so gezielt angegriffen werden. In der
Natur spielt dieser Unterschied eine große Rolle bei der Konkurrenz von
Bakterien und Schimmelpilzen um die gleiche Nahrung. Die wirksamsten
Antibiotika werden aus Schimmelpilzen (=Eukaryoten) gewonnen (...."mycin"),
die damit ihre Nahrungskonkurrenten fernhalten. In Zukunft hofft man, auch
aus Tieren, die ihre Schleimhäute bakterienfrei halten müssen wirksame
Antibiotika isolieren zu können (Amphibien, Fische, Schnecken..).
1) Antibiotika, die Bakterien-Zellwände
=Murein zerstören z.B.Lysozym oder deren Neusynthese blockieren z.B. |
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Molekularer Mechanismus der Resistenz |
| 1) Durch Inaktivierung
des Antibiotikums: z.B Durch Mutation entsteht ein Enzym,
das ein bestimmtes Antibiotikum spalten d.h. unschädlich machen kann z.B. das Enzym b-Lactamase spaltet Penicillin. 2) Veränderung des Angriffsortes durch Mutation: z.B. die Transkriptionshemmung von Rifampicin fällt weg, da eine mutierte RNA-Polymerase das Antibiotikum nicht mehr bindet. 3) Veränderung der Durchlässigkeit der Zellwand/Zellmembran: Die Bakterien können das Antibiotikum aktiv aus der Zelle pumpen oder die Zellwand wird undurchlässig. |
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Nachweis der Antibiotika-Resistenz bzw. -Wirksamkeit |
| Problem:
Bei einem Patienten wird eine Antibiotikum-Resistenz festgestellt. Wie
findet man ein noch wirksames Medikament? Nachweis durch Wachstumshemmung: a) Einzelnachweis: Man gibt zu einer wachsenden Bakterienkultur in Nährlösung das Antibiotikum und überprüft nach einiger Zeit, ob sich die Bakterien vermehrt haben. Meist kann man dies schon an der Trübung der Nährlösung erkennen. b) Parallelnachweis: Um gleichzeitig mehrere Antibiotika zu testen, verteilt man auf einer Petrischale gleichmäßig die zu testenden Bakterien und lässt sie im Brutschrank durch Kolonienbildung zu einem "Bakterienrasen" zusammenwachsen. Vorher jedoch legt man auf die Platte kleine Filterpapierstücke, die mit den verschiedenen Antibiotika getränkt sind. Nach Vermehrung der Bakterien sieht man um die Papierstücke herum mehr oder weniger große Hemmhöfe d.h. Zonen, in denen keine Bakterien wachsen konnten. Mit einem Blick erkennt man das wirksamste Antibiotikum am größten Hemmhof. |