zu1) Bei der Zell-Kommunikation zwischen den T-Helferzellen und den B-Lymphozyten müssen nicht nur die präsentierten Antigene zu den MHC-II-Rezeptoren der T-Helferzellen passen, sondern es wird gleichzeitig auch kontrolliert, ob die präsentierende Zelle überhaupt zum eigenen Körper gehört (Kontrolle der "Selbst"-Signatur).

Analogie im militärischen Bereich: Der Soldat (B-Lymphozyt), der seinen "Gefangenen" zu seinem Vorgesetzten (T-Helferzelle) bringt, muss mit einem Ausweis oder einer Parole beweisen, dass er kein feindlicher Agent ist.

zu 2) mittleres Bild muss die Plasmazelle sein: Stark vergrößertes ER für die  AK- d.h. Eiweiß-Produktion
         das rechte Bild mit bereits vorbereitetem ER ist die Gedächtniszelle
         das linke Bild mit dem relativ undifferenzierten Zellplasma ist der ruhende B-Lymphozyt

 zu3) Menschen mit Blutgruppe A tragen auf der Oberfläche ihrer Erythrozyten das Antigen A. Diese chemische Oberflächeneigenschaft ist für sie also nicht fremd sondern "selbst". Ein Virus mit dieser Oberfläche wird also nicht als fremd erkannt und löst somit keine Immunantwort aus. Die Menschen mit Blutgruppe A müssten also schwerer erkranken als Menschen mit Blutgruppe B oder O. Da glücklicherweise jeder Erreger mehrere chemisch  fremde Oberflächen-Eigenschaften besitzt, reagieren im o.g. Fall die Menschen ebenfalls mit einer Immunreaktion auf andere Antigene des Virus

zu 4) Eine vorher bestrahlte Maus ohne eigene Lymphozyten bekommt  fremde Lymphozyten einer Spendermaus. Diese Spenderlymphozyten enthalten keine Typen mehr, deren Rezeptoren für das Antigen A passen. Wird diese Maus nun mit Antigen A "infiziert", dann kann sie keine spezifischen Antikörper gegen A produzieren. Die anderen Lymphozytentypen sind also nicht flexibel und können die abgetöteten Lymphozyten nicht ersetzen. Jeder Lymphozyten-Typ ist also genetisch auf die Produktion eines ganz bestimmten AK-Typs (= Tertiärstruktur eines Proteins!) festgelegt.
Dies widerlegt die frühere Theorie, dass ein B-Lymphozyt einen beliebigen Antikörper-Typ selbst "modellieren" kann, wenn er mit einem Antigen Kontakt aufnimmt.
Analogie: AG sei ein Schlüssel- der Lymphozyt würde dann einen "Wachs-Negativabdruck" machen und könnte dann jedes beliebige Schlüsselmuster=AK herstellen.

zu 5) siehe Skript
Die Bedeutung der T-Helferzellen beim Erstkontakt:
Sowohl die humorale als auch die zelluläre Antwort sind auf die Stimulierung durch Immun-Signalstoffe (Cytokine, Lymphokine) angewiesen. Ohne sie würden sich keine Plasmazellen entwickeln und deshalb keine Antikörper und keine aktiven Killerzellen.
Die Bedeutung der T-Helfer-Gedächtniszellen bei einem Zweitkontakt:
Bei Zweitkontakt mit einem Antigen werden über Signalstoffe sehr schnell die B-Gedächtniszellen und T-Gedächtniszellen
aktiviert. Aus den B-Gedächtniszellen werden aktive Plasmazellen, die sofort passende AK produzieren und ausscheiden - aus den T-Gedächtniszellen werden aktive T-Killerzellen, die z.B. Virus infizierte Körperzellen lysieren. 

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