Riesenchromosomen

Vorkommen:    Bei Zweiflüglern (Mücken und Fliegen) in den Zellen der Speicheldrüsen (Larven)

Entstehung: Durch Endomitose Def: Ständige Vervielfältigung der DNS-Fäden ohne nachfolgende Zellteilung!   è dicke Bündel von Chromatinfasern , die auch in der Interphase erkennbar sind!
Beachte: Riesenchromosomen sind homologe Paare d.h. die eine Hälfte des Bündels sind väterlicher, die andere Hälfte mütterlicher Herkunft!  Man findet bei 2n=8 also nur 4 Riesenchromosomen.

Skizze: Riesenchromosom

Biologische Bedeutung:   (für die Fliege)  
Genvervielfältigung à höhere Stoffwechselleistung, da mehr „Rezepte“ zur Proteinherstellung!
Bedeutung für die Genetik:  

1)     man kann Gene „sehen“ (Chromomere)à der Abstand kann absolut (bestimmt) gemessen und mit den relativen Genkarten verglichen werden;

2)     man kann Gene in Aktion sehen, d. h. wenn sie „abgelesen“ werden für bestimmte Stoffwechselaktionen werden sie zu  „Puffs“ entspiralisiert   z. B. bei der Häutung der Larven sind ganz bestimmte Gene aktiv.

3)     man kann die Wirkung von Mutationen sehen z. B. nach radioaktiver Bestrahlung sind Chromosomen-Brüche zu erkennen.

  Wie stellt man ein Präparat mit Riesenchromosomen her?
Präparation :     
Man zieht einer toten Fliegen - Larve mit einer Pinzette den Kopf ab
  à es quellen die Speicheldrüsen heraus,à fixieren à anfärben,  à quetschen, à mikroskopieren.
Foto eines Riesenchromosoms mit aktivem Gen:

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