Mitose: Die ungeschlechtliche = vegetative Vermehrung von Zellen 


Ort: in Wachstumszonen    + (Vermehrung von Einzellern)  

Bei Pflanzen: Knospen und Wurzelspitzen..

Bei Tieren: Haarwurzeln, Knochenmark, weiße Blutzellen .. 

Dauer: ca. 20 Minuten

Ergebnis: zwei erblich identische Zellen (Kopien) = Zell-Klon

Biologische Bedeutung: schnelle Vermehrung von Zellen zwecks Wachstum + Regeneration

Ablauf der Mitose

Prophase: „Einpacken“ des Erbguts
Das Chromatin spiralisiert sich zu sichtbaren Chromosomen auf. Die Kernhülle löst sich auf.

Metaphase: „Anordnen“ des Erbguts  
Die Chromosomen sind maximal aufspiralisiert und liegen als Zweichromatid-Chromosomen in der Transportform vor. In dieser Phase werden Chromosomen verschiedener Lebewesen gezählt und verglichen (Karyogramm).
Die Chromosomen liegen in der Äquatorialebene angeordnet und sind bereits mit den Spindelnfasern in Kontakt.

Anaphase: „Verschicken“ des Erbguts.
Die Chromosomen werden der Länge nach in Chromatiden geteilt und zu den Zellpolen gezogen.
 

Telophase: „Auspacken“ des Erbguts
Die (Einchromatid-)Chromosomen entspiralisieren sich wieder, die Kernhülle bildet sich wieder, die Zelle schnürt sich durch;  
  à zwei Tochterzellen mit identischem Erbgut sind entstanden.

Die neuen Zellen differenzieren sich entweder zu Zellen mit einer bestimmten Funktion und teilen sich nicht mehr (Nervenzellen, Sinneszellen...), oder sie teilen sich weiter, nachdem sie in der anschließenden Interphase die Einchromatid-Chromosomen wieder zu Zweichromatid-Chromosomen re(du)pliziert haben.
Begriffserklärungen: Chromosom, Chromatiden, Einchromatidchromosom, Zweichromatidchromosom, Schwesterchromatiden, Chromosomensatz, Gen, Allel;

Das Erbgut des Menschen liegt im Zellkern auf den Chromosomen. Die Chromosomen enthalten die "Regieanweisungen" oder "Rezepte" für die Steuerung des Zellstoffwechsels in ca. 50.000 Genen verschlüsselt (s. Molekulargenetik). Ein Gen ist ein bestimmter Abschnitt auf dem Chromosom, der für die Ausführung eines bestimmten Stoffwechselschrittes (z.B. die Synthese eines Farbstoffs) verantwortlich ist. Genialerweise liegen alle Gene bei diploiden Lebewesen doppelt vor, da ein "Rezeptsatz"= Chromosomensatz vom Vater und einer von der Mutter zur 1. Zelle (= Zygote) eines neuen Lebewesens beigesteuert wurde.
Das hat biologisch 2 Vorteile:
 àMöglichkeit zur Heterozygotie:
Falls ein Elter ein Gen in einer defekten, mutierten "Rezeptvariante"(=Allel) d.h.als Defekt-Allel an das Kind weitergegeben hat, dann bleibt das meist ohne Folgen, da Defektallele meist rezessiv vererbt werden.
 àMöglichkeit zur Neukombination (s. Meiose)
Schema:
Lebewesen mit nur 4 Chromosomen (2n = 4) und nur 6 Genen (die in jeweils 2 Allelen auftreten können.)
Dann könnte ein Lebewesen genetisch so aussehen:  Genotyp nach Mendel: AA Bb CC Dd EE ff

Skizze nach Chromosomentheorie:                                                                           
Wenn sich diese Zelle teilen will, d.h. eine identische Zellkopie herstellen will, dann müssen zuerst alle 4 Einchromatidchromosomen identisch verdoppelt = repliziert werden. Dies geschieht ebenfalls in der Interphase (nicht sichtbar im LiMi)

Die Zellteilung beginnt mit der Aufspiralisierung der nun  Zweichromatidchromosomen zur im LiMi sichtbaren Transportformà(Prophase).

Durch Chromatidentrennung (in der Anaphase) erhält jede Tochterzelle den genau gleichen (Einchromatid)-Chromosomensatz.

 

Schema: Mitosezyklus (= Abfolge von Mitose und Interphase d.h. von Zellteilungsphase und Arbeitsphase)

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