| zu 3) Gendrift: (Sewall-Wright-Effekt) | |||
| Def.: Änderung der Genfrequenz durch Zufallswirkung in kleinen Populationen. a) (Gründerpopulation) Gründer-Effekt: Wird eine sehr kleine Population durch Zufall zum Grundstock einer neuen Population, dann kommt es zu einer sprunghaften Änderung der Genfrequenz dieser Teilpopulation, da aus dem Gesamtgenpool nur ein Zufallsausschnitt mitgenommen wirdà
sehr schnelle Evolution durch kleine Gründerpopulation. Beispiel: In der Gründerpopulation fehlt z. B. die Blutgruppe B und einer sei durch Zufall Albino . Gesamtpopulation = 1000, davon 1 Albino = 0,001 à 0,1 % Häufigkeit Gründerpopulation = 10, davon 1 Albino = 0,1 à 10 % Häufigkeit! Z. B. bei religiösen Sekten, die lange Zeit isoliert lebten, findet man eine auffällige Häufigkeit bestimmter Erbkrankheiten und eine andere Verteilung der Blutgruppenhäufigkeit. weiteres Beispiel: Auf unbewohnten Inseln vor der Adria-Küste findet man viele Eidechsenvarianten Deutung A: Die Farbvarianten beruhen auf Selektion, z. B. Tarnung, Warnung..... |
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b) Kleinpopulation als einzige Überlebende einer Katastrophe: Wenn durch Zufall bei den überlebenden Tiere solche mit besonderen Eigenschaften waren, dann ist deren Genfrequenz in der neuen Population sprunghaft angestiegen.
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| zu 4) Isolation: | |||
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Def.: Entstehung einer Fortpflanzungsbarriere, die Genaustausch verhindert. à kein Genaustausch mehr möglich à Entstehung von Teilpopulationen à Entstehung von Rassen und Arten Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Isolation: a) Geographische Isolation = Separation: Räumliche Trennung zweier Populationen, z. B. durch Eiszeit, Gebirgsbildung, Kontinentaldrift... b) Jahreszeitliche Isolation: z. B. Änderung der Balzzeit, Änderung der Blütenbildung durch Mutation. c) Genetische Isolation: z. B. durch Polyploidisierung, Allopolyploidisierung..... d) Ethologische Isolation: z.B.Änderung der Balzgesänge führt zu Verhinderung der Fortpflanzung. |
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| zu a) Entstehung von Rassen und Arten durch Separation: Eiszeitrassen - Eiszeitarten | |||
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| Schema: | |||
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| Sonderfall: Rassenkreise | |||
| Der fließende Übergang von Rasse zu Art lässt sich besonders gut an Tierarten zeigen, die sich in mehreren geografischen Rassen über einen Kontinent verbreitet haben. In Ausbreitungsrichtung sind die Rassen in den Überschneidungsgebieten zum Genaustausch fähig (=Bastardisierungsgebiet). Treffen sich jedoch die "Enden" der Rassenkreise, dann verhalten sie sich schon wie echte Arten: Es findet keine Vermischung mehr statt. z.B. Britische
Heringsmöwe und Britische Silbermöwe werden trotz Isolation noch als Rassen der gleichen Art eingeordnet, weil sie über eine Kette von Bastardisierungsgebieten zusammenhängen. Würde ein Glied der Kette aussterben z.B. die Sibirische Silbermöwe, dann müsste man sie zwei verschiedenen Arten zuteilen.
Skizze: Rassenkreis der Möwen um den Nordpol |
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| Übung: |
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Auf den Kanarischen Inseln gibt es zwei Finkenarten, den sogenannten Teydefink (der nur dort vorkommt) und den Buchfink (wie auf dem Festland). Der Buchfink lebt auf dem Festland im Laubwald und Nadelwald. Auf den Kanarischen Inseln lebt er nur im Laubwald. Den Nadelwald überlässt er dem Teydefink. 1) Wie müsste man überprüfen, ob die beiden Finkenarten wirklich echte Arten sind? |
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