Einblick ins Kloster
Exkursion des Religion-Neigungskurses bei Eric Schoch
 Von Ayla Schulz

Aktualisiert am: 18.05.11

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Wie ist das denn so im Kloster ?
Oft hat man schon von Brüdern und Schwestern gehört. Und dass in einem Kloster den ganzen Tag gebetet wird.
Ob das wirklich so ist ?
Deswegen gingen 11 Schülerinnen des Religion Neigungskurs mit Lehrer Herr Schoch, dessen Familie und 8 Schüler und Schülerinnen von Herr Schochs Kurs am MPG nach Weilheim in das Kloster Maria Bronnen.
Von Sonntag, 15.05.11 bis Dienstag 17.05.11 lebten wir zusammen mit den Brüdern und Schwestern des gemischten Klosters.

Als wir am Sonntagnachmittag um 17 Uhr ankamen, hatten wir eine Stunde Zeit unsere Zimmer zu beziehen. Zu dritt oder zu viert schliefen wir im Neubau oder im Alten Haus, ungefähr 2 Kilometer entfernt vom Kloster.
Die Jungs wurden im Haus der Brüder untergebracht.
Um 18 Uhr ging es zur Vesper, dem Abendgebet. Direkt im Anschluss wurde der Rosenkranz gebetet. Für einen Protestanten sehr gewöhnungsbedürftig.
Danach gab es Abendessen im neuen Speißesaal des Klosters.

 
Nach dem Abendessen halfen wir alle aufräumen und bekamen unsere Aufgaben für den nächsten Tag zugeteilt.
Wir hatten nun noch reichlich Zeit bis zum Nachtgebet um 21.30 und verbrachten den Abend gemütlich, indem wir mit den Schwestern und Brüdern Karten spielten, uns unterhielten, Schokolade aßen oder einfach nur die Stimmung genossen.
Nach dem Nachtgebet sagten wir alle Gute Nacht und schliefen bald darauf ein.
 
Das Haus der Schwestern

Am nächsten Morgen mussten wir um halb 7 aufstehen, damit wir pünktlich zum Morgengebet und zur Heiligen Messe kamen.
Das Morgengebet ähnelte dem Abendgebet und der Vesper und dauerte circa 20 Minuten.
Die Heilige Messe war deutlich länger, da auch die Eucharistiefeier mit inbegriffen war.
Die Protestanten in unserem Kurs durften daran nicht teilnehmen, aber den Segen empfangen.
Direkt nach der Heiligen Messe gab es endlich Frühstück.
Als alle satt waren begann die Arbeit des Tages :
Die Jungs halfen im Wald, die Mädels bereiteten das Mittagessen vor, deckten neu ein, zupften Unkraut zwischen den Pflastersteinen und hüteten Herr Schochs Kinder.

 
Wasserlauf am Kloster

Punkt 12 läutete die Glocke zum Mittagsgebet.
Nach 20 Minuten war dies beendet und alle strebten dem Mittagessen (Spagetti mit Tomatensoße/Basilikumpesto und Salat) entgegen.
Die Küche wurde anschließend wieder gesäubert, wir hielten die zwei Stunden Mittagsruhe und machten uns danach alle mit Schwester Martina auf den Weg nach Lauchingen, um "das beste Eis der Gegend" zu essen. (Und es war wirklich sehr lecker !)
Pünktlich zur Vesper waren wir zurück.

 
Rechts im Bild ist die Kapelle zu sehen

Am nächsten Morgen packten wir nach dem Frühstück unsere Sachen und verließen wehmütig nach dem Mittagessen (Kartoffelauflauf mit Salat!) das Kloster.

Unser Fazit :
Auf jeden Fall einen Besuch wert ! Die Schwestern und Brüder haben uns wahnsinnig freundlich und warmherzig aufgenommen.
Wir konnten alles fragen, was wir wollten.
Auf Grund der Ruhe und dem vorgegebenen Rhythmus des Tages, wurde die Zeit relativ. Man konnte in sich ruhen und sich selbst neu entdecken.
Der ganze Stress der letzten Wochen fiel von uns ab und wir wurden so ruhig wie schon lange nicht mehr.

Wer also sich selbst finden möchte, dem können wir einen Besuch in Kloster Maria Bronnen nur empfehlen !

 
Die Klosterziegen
 
Die Klostertruppe mit Schwester Martina, die uns betreute.
Dankeschön nochmal für die tolle Zeit !
 

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