„Magisches Theater – Eintritt nur für Verrückte“

„Magisches Theater – Eintritt nur für Verrückte“. So kündet eine rätselhafte Inschrift auf dem kleinen Portal an einer Kirchenmauer in Hermann Hesses Erzählung „Der Steppenwolf“. Den Stoff dieses erfolgreichen Romans brachte nun das TheaterMOBILEspiele aus Karlsruhe in einem faszinierenden Ein-Mann-Stück für das Scheffel-Gymnasium zur Aufführung – und zwar nicht (nur) für Verrückte, sondern für alle Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Jahrgangsstufe, für die Hesses Werk zu den sogenannten „Sternchenlektüren“ im Abitur zählt.

In der einstündigen Bearbeitung von Thorsten Kreilos ist der Schauspieler Julian König in der Rolle des einsamen Schriftstellers Harry Haller zu sehen, der in einer tiefen seelischen Krise steckt, zerrissen zwischen seinem bürgerlichen Ich, seinem wilden Steppenwolf- und weiteren Wesenszügen, die er nicht in Einklang zu bringen vermag. In Hesses Roman spiegeln sich die verschiedenen Persönlichkeiten des Protagonisten in den anderen Figuren. Das greift die Inszenierung geschickt auf, indem der Schauspieler auch diese verkörpert und mit ihnen durch Projektionen und Videoeinspielungen in spannende Interaktion tritt. Diese Doppelungen, das Spiel mit wenigen, multifunktionalen Requisiten und nicht zuletzt ein verstörend verkabelter Wolf brachten Denkanstöße und warfen Fragen für die anschließende Besprechung mit Theaterpädagogin und Schauspieler auf.

Wir danken dem Verein der Freunde und Förderer des Scheffel-Gymnasiums für die finanzielle Unterstützung der Aufführung sowie der Otto-Hahn-Realschule dafür, dass sie uns spontan mit Räumen ausgeholfen hat!

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