Kunsthaus Bregenz – eine Exkursion des Neigungskurses Bildende Kunst

von Phyllis Stöhr

Während die meisten SchülerInnen der zwölften Klasse am 15. November 2017 ganz normal zur Schule gingen, machte sich der Neigungskurs Bildende Kunst zusammen mit Herrn Bleyhl auf den langen Weg zum Kunsthaus in Bregenz, Österreich.

Nach einer sechsstündigen Bahnfahrt mit mehrmaligem Umsteigen waren alle Beteiligten froh, endlich einen Blick auf das Gebäude werfen zu können. Erhaben und in der schwachen Abendsonne leuchtend sah man das Bauwerk des Schweizer Architekten Peter Zumthor an der Uferpromenade des Bodensees stehen. Und auch von innen beeindruckte die schlichte, materialbezogene Bauweise: Hier ist nichts übermalt, versteckt, kein Fältchen kaschiert, das Erleben der Materialien Sichtbeton, Stein und Glas ist echt und eindrücklich. "Überraschend" – so die einhellige Meinung der SchülerInnen über die Atmosphäre des Kunsthauses. Denn selbst in ausgiebiger Vorbereitung über das Gebäude Zumthors (der Architekt ist eines der Schwerpunktthemen des Abitur 2018) konnten die Wirkung und die Wärme über Bilder und Texte nicht hinreichend beschrieben werden. Das Farbenspiel des Lichtes in den Glasschindeln und die schlichte Eleganz der Innenräume muss(te) man vor Ort mit seinen Sinnen wahrnehmen.

Nach knappen drei Stunden wurden die SchülerInnen aus ihren Gedanken gerissen – eine beschwerliche Bahnreise ging in die zweite Runde und weitere sechs Stunden Fahrt warteten auf uns. Zwölf Stunden Fahrt für drei Stunden Anwesenheit – Kann sich das überhaupt lohnen? Die Antwort lautet eindeutig „Ja!“

 

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