40 Jahre Scheffel

Das Scheffel im Laufe der Zeit

Episode 1: Die zwei Geburtstagskinder in ihren Kinderschuhen

Von Lea Zanger


Das Scheffel feiert das ganze Schuljahr lang! Bereits im letzten Schuljahr hat das „doppelte Jubiläum“ begonnen, dieses Schuljahr wird nochmal nachgelegt: Zahlreiche Veranstaltungen werden das Jahr prägen und die große Party im Mai 2018 wird der krönende Abschluss.

Doch was feiern wir überhaupt? Wir feiern den vierzigsten Geburtstag unseres Schulgebäudes und des Vereins der Freunde und Förderer. Vierzig Jahre… ja, das ist schon eine lange Zeit… . Deshalb startet heute die Serie „Das Scheffel im Laufe der Zeit“, die einen Rückblick auf die Zeit im „neuen“ Scheffel darbietet. Über das Jahr verteilt wird diese Serie erscheinen und am Ende eine Chronologie des „neuen“ Scheffels bilden. Heute starten wir mit 1977 und werden uns die ersten zehn Jahre genauer anschauen.

Der „Bauboom“ in den 1970er-Jahren ging an unserer Schule natürlich nicht vorbei: Der Spatenstich für das „neue“ Scheffel war im Winter 1976. Jedoch war nicht nur der Bauboom der damaligen Zeit Grund für ein neues Schulgebäude. Das „alte“ Scheffel, das etwa 250 bis 300 Schüler beherbergen konnte, wurde durch die im Schuljahr 1972/73 eingeführten neusprachlichen Züge und die dadurch steigenden Schülerzahlen zu klein. Der Tatsache geschuldet, dass der damalige Scheffel-Direktor, Dr. Hans-Dieter Burghardt, Mitglied im Lahrer Stadtrat war, konnte der Vorschlag über ein neues Schulhaus schnell durchgebracht werden, so dass man bald darauf beim „Schulbauförderungsprogramm“ Fördermittel beantragen konnte und die Baugenehmigung für das acht Millionen DM teure Gebäude im August 1975 erteilt wurde. Im November des Folgejahres schließlich begannen die Bauarbeiten. Sie wurden im frühen Sommer 1977 beendet.

 

Fast fertig: das Scheffel im Frühjahr 1977



Mit großem Aufgebot wurde das brandneue und – für damalige Zeiten – topmoderne Schulhaus feierlich eingeweiht: ein Festwochenende der Extraklasse mit zwei anwesenden Landesministern, einem Tag der offenen Tür mit vielfältigen Darbietungen von Schülern, großem Scheffelball bis mitten in die Nacht hinein, einem Vortrag der Scheffel-Urenkelin Eva Maria Wieland und ein Sportnachmittag für Schüler aller Klassenstufen. In den Zeitungen wird fleißig mit Sonderseiten berichtet.


Partystimmung auf dem Scheffelball 1987


Dieser Scheffelball gilt auch als Geburtsstunde des zweiten "Geburtstagskindes": Jörg Schauenburg, Gerd Steinhoff und zehn weitere ehemalige Schüler des Scheffels gründen einen Verein, um ihre alte Schule zu unterstützen. Über vierzig Jahre lang unterstützt der Verein nun die Schule, sei es mit einer Ladung Schulkameras für eine - mittlerweile ausgesetzte - Foto-AG, der Bewirtung verschiedener Schulveranstaltungen, Unterstützung von Schullandheimaufenthalten und Studienfahrten, Preise bei den Abiturfeierlichkeiten, oder einem weiteren Wasserspender – ohne den Verein wäre am Scheffel Vieles so nicht möglich.

Zum zehnten Geburtstag der Schule überreichte die damalige Vorsitzende Inge Scheel eine moderne Foto-Ausrüstung, die unter anderem für die Foto- und Computer-AG gedacht war. Zudem wurde ein Sozialfonds zur Unterstützung von Schullandheimaufenthalten und Studienfahrten eingerichtet, der auch heute noch existiert. Bis heute hat der Verein der Freunde und Förderer die Schule mit einer Summe von mehr als 70 000€ unterstützt.

 


Foto-Ausrüstung und Teleskop für Arbeitsgemeinschaften: Inge Scheel überreicht die neuen Geräte an Herrn Dr. Burghardt


Am Ende des aufregenden Auftakts im neuen Scheffelgymnasium wird Herr Dr. Burghardt folgendermaßen zitiert: „Das Scheffel wird eine Renaissance erleben...“

Es folgt eine Chronik des Schuljahrzehnts 1977 bis 1987, zusammen mit wichtigen (politischen) Ereignissen in Deutschland:

 



Fotoquelle: Scheffeljahrbücher; Jubiläumsband 2004

 

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