Scheffel-Konzert 2017 Vorbereitungen

FEIERN – mit Glanz und Gloria

Einladung zum Scheffelkonzert 2017

Samstag, 20. Mai, 19.30 Uhr, Scheffel-Gymnasium Lahr

Mittwoch, 24. Mai, 19.30 Uhr, Friedenskirche Altenheim

 

Dieses Jahr hat das Scheffel-Gymnasium mehrfach Grund zu feiern: Der „Verein der Freunde und Förderer“ wird 40 Jahre alt – genau wie unser wunderbarer Konzertflügel, der zu diesem Anlass rundum restauriert wurde und auf den neuen Einsatz wartet.

Zum Auftakt des Förderverein-Jubiläumsjahrs gratulieren die Musikgruppen der Schule mit einem bunten Strauß musikalischer Farb- und Feierpracht: Orchester, Scheffel Brass, ConcerTeenies, Mini-Chor und weitere Ensembles spielen und singen auf.

„Wir feiern!“ - von ehrwürdig und pompös über heiter-beschwingt bis besinnlich, in lauten und in leisen Tönen. Die neue Brillanz des Flügels kann man bei einem virtuosen Klavierkonzert und vielfältigen Begleitungen bewundern. Ergänzt werden die musikalischen Beiträge, wie es in unseren Jahreskonzerten Tradition ist, durch passende literarische Texte, vorgetragen vom Kurs „Literatur und Theater“.

Teilen Sie mit uns die Feierfreude!

Es folgen vier Bilder von den Proben zum anstehenden Konzert:

 

 

 

 

Scheffel-Orchester bereitet sich auf Konzert vor

 

Bericht von Marcella Git, 7b:

 

Es ist still, keiner spielt, alle konzentrieren sich auf die Dirigentin, die gerade mit einigen Musikern bespricht, wie sie sich verbessern können.

 

Ich bin mitten in den Proben für das Konzert, das am Samstag, den 20 Mai 2017 stattfinden soll.

Im Probenraum hat jeder seinen festen Platz. Alle sitzen geordnet in einem Halbkreis vor dem Dirigenten. Momentan proben sie gerade das Stück „Freude schöner Götterfunken“ von Beethoven, berichtet mir ein Musiker.

Das Orchester spielt voller Energie und Leidenschaft drauf los, als die Dirigentin das Startzeichen gibt. Jeder Musiker ist so konzentriert in seine Arbeit, dass es so aussieht, als wäre er ganz alleine in einer anderen Welt.

Einige Takte werden gespielt, dann stoppen sie, damit die Dirigentin einzelne Verbesserungen an die Musiker durchgeben kann.

 

In einem Interview berichtet ein zweiter Geiger von seiner Geschichte mit der Violine: „Ich habe an meiner Kommunion 1960 meine erste Violine geschenkt bekommen und habe dann auch angefangen Violine zu spielen.“ In der Schule habe er in seiner Abizeit auch Musikpreise gewonnen und spiele neben dem Schulorchester auch in einer Dixie-Band mit der Gitarre mit.

 

Die Dirigentin gibt ein weiteres Zeichen und die Musiker fangen erneut an zu spielen. Ein paar Violinisten, unter ihnen Frau Klein, sie unterrichtet am Scheffel-Gymnasium Französisch, blickt ab und zu hoch zur Dirigentin, achtet aber auch auf ihre Noten. „Generell schauen Musiker normalerweise auf ihre Noten, denn sie sehen die Bewegungen der Dirigentin aus den Augenwinkeln“, bestätigt mir der zweite Violinist. Es gibt aber auch Musiker, die sich stark vom Dirigenten leiten lassen, da dieser mit seiner Mimik und Gestik anzeigt, wie sich derjenige fühlen soll, der dieses Stück hört. Das kann manchmal ganz schön komisch und lustig aussehen. Beispielsweise macht die Dirigentin eine sehr kleine Handbewegung und alle spielen sehr leise und zurückhaltend. Ich persönlich finde das sehr faszinierend, dass ein einziger Gesichtsausdruck oder eine Handbewegung des Dirigenten so viel in einem Orchester auslösen kann – und dadurch auch im Publikum.

 

Die Dirigentin verkündet eine kurze Pause und die Musiker legen ihre Instrumente beiseite und verlassen größtenteils den Raum. „Wie lange dauert denn so eine Probe ungefähr?“, frage ich in einem anderen Interview. „Wir sind jetzt etwa 4 Stunden am Proben, mit 1 Stunde Mittagspause“, antwortet mir der Musiker.

 

Nach der Pause setzen sich die Musiker wieder auf ihre Plätze und spielen das komplette Konzert zusammen noch ein letztes Mal durch, mit derselben Energie, als hätten sie gerade eben erst angefangen!

 

So eine Probe ist ganz schön anstrengend, aber die Musiker spielen mit Leidenschaft und Energie, weil sie es lieben. Da darf die Probe auch schon mal 4 Stunden dauern. Mir gefällt das Orchester sehr und ich sehe den Musikern gerne dabei zu, wie sie ihr Instrument spielen und zusammen proben. Es hört sich super an, und ich bin der festen Überzeugung, dass das Konzert am Samstag ein voller Erfolg wird!

 

Viel Glück an das Schulorchester des Scheffel-Gymnasiums Lahr!

 

 

 

Bericht von Adeeba Khan, 7b:

 

 

Die Lehrer und Schüler des Scheffel-Gymnasiums proben für eine Orchesteraufführung, die kommendes Wochenende stattfindet.

 

„Und jetzt gleich nochmal“, sagt Dirigentin Bettina Hölscher in die Runde. Das Orchester setzt ein. Das Zusammenklingen aller Instrumente bringe eine wundervolle und herrliche Stimmung hervor. Respekt vor allen, die es hinbekommen, Blickkontakt mit dem Dirigenten aufzunehmen und nebenbei zu spielen. Während die Geiger hochkonzentriert und völlig in ihr Element vertieft sind, können es die Bratschisten etwas gelassener angehen lassen. Das Klassenzimmer hat eine gute Akustik, denn man kann trotz schallender Klänge einzelne Instrumente, zum Beispiel die Flöte, gut heraushören. Die Sonne, die durch die Fenster hereinscheint, rundet den Eindruck ab.

Ab und zu wird das Stück von der Dirigentin unterbrochen, da ein paar Kleinigkeiten zu verbessern sind, aber im Großen und Ganzen läuft die Probe wie geschmiert.

Wie fühlt man sich eigentlich so als Dirigent? „Einerseits ist es ein schönes Gefühl, da man der Chef ist, aber selbstverständlich darf nicht übersehen werden, wie viel Verantwortung ein Dirigent trägt, beziehungsweise, wie viel von ihm abhängt“, erklärt mir Bettina Hölscher nach der Probe genauer. Ich stelle ihr weitere Fragen, die sie mir ausführlich beantwortet:

„Sind Sie während eines Konzerts angespannt?“

„Ein bisschen. Es gehört tatsächlich dazu, etwas angespannt zu sein, denn wenn man alles auf die leichte Schulter nehmen würde, würde man sich womöglich nicht richtig konzentrieren.“

„Halten Sie als Dirigentin Blickkontakt mit dem Orchester?“

„Ja, denn das ist besonders wichtig. Immer. Vor allem bei den schwierigen Teilen ist es wichtig sich gegenseitig anzuschauen.“

„Wie lange dauert ein Konzert?“

„Also, das ist immer ganz unterschiedlich.“

„Vielen Dank für das Interview.“

 

Mir hat die Orchesterprobe sehr gut gefallen, da ich mich sehr entspannen konnte. Doch das Wichtigste ist natürlich, dass ich viele neue Dinge gelernt habe. Bedauerlicherweise konnte ich nur einen kurzen Besuch abstatten und werde deshalb am Samstag höchstwahrscheinlich dabei sein, um das ganze Konzert zu hören.

 

 

Bericht von Till Gießler, 7b:

 

 

Eine laute Pauke und viele Streicher und Bläser empfangen mich. Man hört es brummen und dröhnen und fühlt sogar, wie der Boden vibriert.

 

Dann hören alle abrupt auf zu spielen. Frau Hölscher, die Dirigentin, hat abgewunken. Sie verbessert Kleinigkeiten an allen möglichen Instrumenten und bespricht alles genau. Jetzt wird wieder eine kleine Passage gespielt. Es hört sich wirklich gut an. Im Raum 128 des Scheffel-Gymnasiums herrscht eine gute Akustik.

 

Es sei schon anstrengend, erzählt mir Albert Vetter, der Solo-Pianist, da schon den ganzen Tag geprobt werde. Das finde ich sehr beeindrucken, dass sich alle so lange konzentrieren können und es trotzdem so überwältigend klingt.

 

Einige der Musiker spielen ihr Instrument schon sehr lange. Wie Ludwig Vetter mir erzählt, spielt er schon seit der 1. Klasse Cello, also 7 Jahre, und es macht ihm immer noch Spaß!

 

Ich finde es toll, dass hier junge Schüler und ältere Lehrer zusammen musizieren und so großartige Musik auf die Beine stellen.

 

 

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