NaT-Working Projekt

 

Das Scheffel-Gymnasium Lahr betreut seit Oktober 2001 das NaT-Working-Projekt  im Bereich des Oberschulamts Freiburg als Stützpunktschule für den Ortenaukreis.
Hierfür wurde die Schule mit den notwendigen Gerätschaften und Chemikalien ausgestattet, um molekularbiologische Versuche, wie sie durch die Inhalte des neuen Lehrplans vorgegeben sind, mit interessierten Schülern und ihren Lehrern selbst durchzuführen.


Als regionales Schullabor bieten wir den Gymnasien des Ortenaukreises (Klassenstufe 12/13) die Möglichkeit, an diesem Programm teilzunehmen.


Interessierte Kollegen bitten wir um Kontaktaufnahme mit unserer Schule oder per E-mail.
Wir brauchen Angaben über die Schülerzahl und Terminwünsche.
Bitte nur wirklich interessierte Schüler anmelden, die bereit sind, vorher das Skript durchzuarbeiten und 4 Stunden am Nachmittag konzentriert zu arbeiten!


Programm:

Das Institut für Molekularbiologie und Biochemie der Universität Freiburg hat  zwei besonders aktuelle und interessante Experimente erarbeitet, die auch von Schülern (und Lehrern) durchgeführt werden können.

1)  Der genetische Fingerabdruck: Tätersuche in Kriminalfällen, Vaterschaftsgutachten

   > Spaltung von DNA und anschließende Auftrennung der Bruchstücke im elektrischen Feld zu einem  charakteristischen Bandenmuster (Gelelektrophorese).

2)  Der Protein-Fingerabdruck: Lebensmittelanalyse (welches Tier ist in der Wurst?)

> Gelelektrophorese verschiedener Fleischsorten.

Betreut werden die Gast-Schüler von uns - die begleitenden Fachlehrer können gerne mithelfen. Um die fertigen Gele (ca.10x10cm) mitzunehmen, sollten Sie geeignete Gefäße mitbringen.

  Die Versuchsanleitung

siehe auch:  nat-working-biologie.de

hier eine Kurzversion der DNA-Analyse (Powerpoint-Datei)

 Neues Förderprogramm:

Naturwissenschaften und Technik -Schüler, Lehrer und Wissenschaftler vernetzen sich.

An Naturwissenschaften und Technik entzündet sich derzeit die öffentliche Diskussion über das deutsche Bildungswesen. Verschiedene Defizite werden genannt: Schüler finden keinen Gefallen mehr an Mathematik und den Naturwissenschaften, und ihre Leistungen sind im internationalen Vergleich nur mittelmäßig. Technik als Fach existiert an Gymnasien gar nicht, Studienplätze bleiben unbesetzt und gut ausgebildeter Nachwuchs wird händeringend gesucht. Schließlich die Greencard-Debatte als augenfälligste Notlösung für ein zu lange hinausgeschobenes Problem.

Mit dem neuen Förderungsprogramm "NaT-Working" - Naturwissenschaften und Technik: Schüler, Lehrer und Wissensachaftler vernetzen sich" stellt die Robert-Bosch-Stiftung einen eigenen Beitrag vor, um Jugendliche besser an Naturwissenschaften und Technik heranzuführen. Nur mit entsprechenden Kenntnissen können sich junge Menschen selbst ein Urteil darüber bilden, welche Chancen und Risiken in neuen wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen liegen. Ein wichtiger Schlüssel dafür liegt nach Einschätzung der Stiftung in der Förderung der wissenschaftlichen Neugier.

*Projekt NaT-Working: http://www.nat-working-biologie.de


Zielsetzung des Projekts:

NaT-Working ist eine bundesweite Initiative der Robert-Bosch-Stiftung mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten und der forschenden Industrie und den Schulen zu stärken. Es ist Ziel dieses Programms, bei Schülern die Neugier für Naturwissenschaften und Interesse an Technik zu wecken und das Fachwissen der Lehrer zu vertiefen. Die Robert-Bosch-Stiftung stellt auf Antrag Mittel bereit, um Projekte zu unterstützen, die das vorgegebene Ziel anstreben.

Im Bereich des Oberschulamts Freiburg soll der Kontakt zwischen Schulen, Universität und forschenden Einrichtungen im naturwissenschaftlichen Bereich gefördert werden. Auf Grund vorhandener Beziehungen ist beschlossen worden, im Fach Biologie (hier speziell Mokekularbiologie) ein Konzept zu entwickeln, das die gestellte Aufgabe realisieren kann. Plattform für den universitären und schulischen Kontakt sollen gemeinsame molekularbiologischen Experimente sein, die an normalen Gymnasien in der Regel nicht realisiert werden, da hierzu eine besondere Geräteausstattung notwendig wäre, die an den Schulen meist nicht vorhanden ist, bzw. deren seltene Nutzung unwirtschaftlich wäre.

 


Das Projekt lässt sich mit folgenden Kernpunkten beschreiben:


1. Grundlegende Versuche der Molekularbiologie:

Im Bereich des Oberschulamts Freiburg sind  Gymnasien zu regionalen Zentren für molekularbiologische Schulversuche ausgestattet worden: Denzlingen für den Bereich Freiburg, Bad Säckingen für den Hochrhein, Konstanz für den Bereich Bodensee, Tuttlingen für den Bereich Schwarzwald-Baar und Lahr für den Bereich Ortenau. Die Gymnasien dieser Orte wurden mit finanzieller Hilfe der Robert-Bosch-Stiftung mit den notwendigen Gerätschaften ausgestattet, um Versuche im molekularbiologischen Bereich durchzuführen. Diese Versuche sind durch die Inhalte des neuen Lehrplans vorgegeben, erfordern aber eine besondere Ausstattung der Schulen. Jeweils zwei Lehrkräfte leiten ein regionales Schullabor und bieten als Dienstleistung den Gymnasien ihres Bereiches die Möglichkeit, mit interessierten Schülern der Klasse 12 mit ihren Lehrern Praktika in Molekularbiologie durchzuführen. Ca. 500 Schüler können pro Jahr im Bereich des OSA Freiburg an dem Programm teilnehmen.


2. Weiterführende Experimente an der Universität:

Interessierte Schüler, die einführende molekularbiologische Versuche an den regionalen Zentren durchgeführt haben, erhalten zusammen mit ihrem Lehrer die Möglichkeit, weiterführende molekularbiologische Experimente (z. B. Gentechnikversuche) unter Anleitung von Wissenschaftlern im biochemischen Institut der Universität Freiburg durchzuführen. Dazu sind 2 Studientage vorgesehen, bei dem ein erster persönlicher Kontakt zu den Wissenschaftlern entsteht. Maximal 64 Schüler können teilnehmen.

3. Vertiefung des Kontakts Uni-Schule:

Die Wissenschaftler der Universität besuchen die Schüler in den Schulen und berichten über ihr Fachgebiet und ihre Arbeitswelt.

4. Schülerkongress:

Interessierte Schüler, Lehrer und Wissenschaftler, die an dem Programm teilgenommen haben, sollen dann zu einem Schülerkongress (2 Tage) eingeladen werden und über ihre Erfahrungen bzw. neueste wissenschaftliche Erkenntnisse berichten. Schülergruppen (z. B. Seminarkursteilnehmer), die sich mit Themen der Molekularbiologie auseinandergesetzt haben (z. B. über ethische Fragen), haben ebenfalls die Möglichkeit sich zu bewerben. Andere gesellschaftliche Gruppen, die sich mit der modernen Molekularbiologie befassen, sollen ebenfalls eingeladen werden.

5. Begleitende Maßnahmen:

Exkursionen zu Ausstellungen, Firmen und Instituten ergänzen das Programm.

6. Schülerbeteiligung:

Die Schüler führen die Versuche selbst in Gruppen durch. Sie sollen eine Dokumentation erstellen, über die sie auf dem Schülerkongress referieren. Besonders interessierte und befähigte Schüler können im folgenden Jahr als Schülermentoren zur Unterstützung der Fachlehrer eingesetzt werden.

7. Nachhaltigkeit:

Das Programm wird jährlich wiederholt.

8. Kommunikation:

Im Januar 2001 wurde an die Robert-Bosch-Stiftung ein Finanzierungsantrag für das Projekt gestellt. Am 19.03.2001 hat die Robert-Bosch-Stiftung ca. 140.000.-DM als Förderung für die Realisierung des Projektes zur Verfügung gestellt. Industrieunternehmen der Region haben weitere Mittel zur Verfügung gestellt. Der Verband deutscher Biologen hat uns seine Unterstützung zugesagt. Das Projekt NaT-Working OSA FR soll mit dem NUGI (Netzwerk Universität, Gymnasien, Industrie) Projekt der Universität Ulm verknüpft werden.

Beteiligte Personen / Steuergruppen:

Vorsitzender: Herr Hansen, Herr Feigenbutz (Stellvertreter)
Versuchsleiter an der Universität Freiburg (Institut für Biochemie und Molekularbiologie):
Dr. Brix, Dr. Meisinger
Finanzchef: Herr Kaltenbach, Herr Hansen (Stellvertreter)

Versuchsleiter der regionalen Schullabors:

Erasmus-Gymnasium Denzlingen: Herr Kempf, Herr Dr. Kühnel
Scheffel-Gymnasium Lahr: Herr Lingg, Frau Dr. Woitzik (Studienseminar)
Humbold-Gymnasium Konstanz: Herr Feigenbutz, Herr Schindler
Immanuel-Kant-Gymnasium Tuttlingen: Herr Münster, Herr Peinemann
Scheffel-Gymnasium Bad Säckingen: Herr Hansen, Herr Kaltenbach

Beisitzer:

Herr Harder (Oberschulamt Freiburg)
Frau Sandner ( St. Ursula-Gymn. FR)
Herr Dr. Poppe (Marie Curie-Gymnasium Kirchzarten)

Scheffel-Kalender

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